{"id":15073,"date":"2022-11-02T14:03:31","date_gmt":"2022-11-02T13:03:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.a-z-translations.com\/?p=15073"},"modified":"2022-11-02T14:03:33","modified_gmt":"2022-11-02T13:03:33","slug":"eine-frage-der-abrechnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.a-z-translations.com\/es\/eine-frage-der-abrechnung\/","title":{"rendered":"Eine Frage der Abrechnung"},"content":{"rendered":"\n<p>Vor etwa einem Monat hatte ich eine neue Kundin am Telefon, die dringend eine Menge Dokumente beglaubigt \u00fcbersetzt brauchte, und dann auch noch mit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Apostille\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">Apostillen<\/a> (\u00dcberbeglaubigungen) versehen, was einen Zwischenschritt beim f\u00fcr mich zust\u00e4ndigen Landgericht (also noch mehr Zeit) bedeutet. <\/p>\n\n\n\n<p>Teilweise gab es die zu \u00fcbersetzenden Dokumente noch gar nicht, teilweise gab es Scans. Nachdem es ja sehr dringend war, fing ich gleich nach der Auftragsbest\u00e4tigung an, die Dokumente, die mit bereits digital vorlagen, zu \u00fcbersetzen. Die Originaldokumente wurden dann in der folgenden Woche geliefert &#8211; darunter dann auch komplett andere als die urspr\u00fcnglich genannten und als PDFs geschickten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem das Chaos sich etwas gelichtet hatte und alles fertig und unterwegs zum Landgericht war, wurde deutlich, dass ich ein nicht ganz kurzes Dokument quasi umsonst \u00fcbersetzt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage war nun: rechne ich das ab oder nicht? <\/p>\n\n\n\n<p>Einerseits hatte es die Kundin ja urspr\u00fcnglich beauftragt; dass sie es nun nicht mehr brauchte, war ja nicht mein Problem. Ich h\u00e4tte die beglaubigte \u00dcbersetzung fertigstellen und direkt an die Kundin schicken k\u00f6nnen.<br>Ich bin mir auch sicher, dass sie anstandslos bezahlt h\u00e4tte. <\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits war die ganze Sache von Anfang an sehr verwirrend, auch f\u00fcr die Kundin (was an den Beh\u00f6rden im Zielland lag, nicht etwa an mangelnder Organisation seitens der Kundin), sodass sich die angeforderten Dokumente st\u00e4ndig \u00e4nderten. Dass ich letztendlich nur eines quasi zu viel \u00fcbersetzt hatte, war also noch richtig gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich entschied mich schlie\u00dflich, dieses Dokument nicht zu berechnen. Irgendwie hatte ich so ein Gef\u00fchl, dass sie es doch noch brauchen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Und &#8211; ich sollte Recht behalten! <\/p>\n\n\n\n<p>Letzte Woche schrieb die Kundin mir und fragte, ob ich das Dokument nicht vielleicht doch schon \u00fcbersetzt h\u00e4tte, weil sie es jetzt doch br\u00e4uchten. Tats\u00e4chlich waren es nun sogar nochmal 10 Seiten mehr, weil noch zus\u00e4tzliche Unterschriften-Dokumente und Bescheinigungen an die beglaubigte Abschrift angef\u00fcgt worden waren, aber zumindest hatte ich die H\u00e4lfte ja schon fertig. So konnte ich das Ganze also auch in der wieder sehr kurzen Frist fertigstellen und ans Landgericht schicken f\u00fcr die Apostille.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4tte ich urspr\u00fcnglich die erste Option genommen und das Dokument mit dem ersten Auftrag fertiggestellt und geschickt, h\u00e4tte ich jetzt trotzdem nochmal eine neue, l\u00e4ngere Version davon erstellen und ans Landgericht schicken m\u00fcssen, und die Kundin h\u00e4tte zwar eine beglaubigte, aber nicht f\u00fcr ihre Zwecke brauchbare \u00dcbersetzung gehabt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die nachtr\u00e4gliche Beauftragung nicht gekommen w\u00e4re, h\u00e4tte ich allerdings so zumindest meine geleistete Arbeit verg\u00fctet bekommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber letztendlich lag ich mit meinem Gef\u00fchl richtig. <\/p>\n\n\n\n<p>Ja, es h\u00e4tte auch anders ausgehen k\u00f6nnten. Aber selbst wenn sie das Dokument nicht mehr gebraucht h\u00e4tten, ich also die \u00dcbersetzung zu viel gemacht h\u00e4tte, w\u00e4re das in diesem Fall f\u00fcr mich in Ordnung gewesen, denn es war zwar kein ganz allt\u00e4gliches, aber doch kein so ausgefallenes Dokument, dass ich es nie wieder bekommen k\u00f6nnte, und dar\u00fcber hinaus gute \u00dcbung in einer Sprachkombination, die ich nicht so oft mache.<\/p>\n\n\n\n<p>Win-win, w\u00fcrde ich sagen!<\/p>\n\n\n\n<p>Falls so ein Fall wieder vorkommt, wei\u00df ich allerdings nicht, ob ich mich wieder so entscheiden w\u00fcrde. Es kommt &#8211; wie so oft &#8211; immer darauf an&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor etwa einem Monat hatte ich eine neue Kundin am Telefon, die dringend eine Menge Dokumente beglaubigt \u00fcbersetzt brauchte, und dann auch noch mit Apostillen (\u00dcberbeglaubigungen) versehen, was einen Zwischenschritt beim f\u00fcr mich zust\u00e4ndigen Landgericht (also noch mehr Zeit) bedeutet. Teilweise gab es die zu \u00fcbersetzenden Dokumente noch gar nicht, teilweise gab es Scans. 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