{"id":10165,"date":"2010-06-21T17:12:00","date_gmt":"2010-06-21T17:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/musik.a-z-translation.com\/stylistic-traps-in-technical-englis\/"},"modified":"2020-01-03T11:32:20","modified_gmt":"2020-01-03T11:32:20","slug":"stylistic-traps-in-technical-englis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.a-z-translations.com\/es\/stylistic-traps-in-technical-englis\/","title":{"rendered":"Stylistic traps in technical English &#8211; and solutions"},"content":{"rendered":"<p>Freitag Nachmittag und den ganzen Samstag war ich &#8211; mal wieder &#8211; auf einer Fortbildung, und zwar bei einem Seminar des <a href=\"http:\/\/www.bdue.de\/\">BD\u00dc<\/a>. Diesmal ging es um technisches Englisch und die stilistischen Probleme, die sich aus den g\u00e4nzlich verschiedenen Denkweisen deutscher und (weil der Referent Amerikaner ist in diesem Fall) amerikanischer Ingenieure ergeben.<\/p>\n<p>Der wichtigste Unterschied ist, dass im Deutschen z.B. Betriebsanleitungen sehr kompliziert geschrieben sind und die S\u00e4tze m\u00f6glichst viel Information enthalten. Im Englischen ist aber genau das Gegenteil erw\u00fcnscht, n\u00e4mlich dass alles einfach und umkompliziert geschrieben ist und m\u00f6glichst nicht mehr als eine Aussage pro Satz enth\u00e4lt. (Ein Beispiel f\u00fcr guten Stil in technischem Englisch ist: \u00abFile not found\u00bb. Direkt, kurz und leicht verst\u00e4ndlich. Wenn man sich dagegen einen deutschen Satz anschaut: \u00abUm eine Verstopfung des Systems zu vermeiden, muss in regelm\u00e4\u00dfigen Intervallen ein Reinigungsvorgang erfolgen.\u00bb &#8211; viel zu kompliziert, lang und umst\u00e4ndlich.) <br \/>\nDer Trick ist, diese komplizierten und teilweise auch unverst\u00e4ndlichen oder unklaren S\u00e4tze zun\u00e4chst in einfaches \u00abKindergarten-Deutsch\u00bb zu verwandeln und erst dann zu \u00fcbersetzen. Dabei sind dann nat\u00fcrlich noch andere Fallen zu umgehen, wie die Vorliebe des Deutschen f\u00fcr Substantivierung (das Englische bevorzugt Verben) und das Passiv, oder sehr allgemein zu schreiben, anstatt direkte Anweisungen zu geben, etc. <br \/>\nWas mich zun\u00e4chst \u00fcberrascht hatte war die Tatsache, dass erstaunlich  viele englische Muttersprachler und \u00dcbersetzer mit sehr hohem  sprachlichem Niveau dabei waren. Es wurde aber sehr schnell klar, dass  auch ein hervorragender muttersprachlicher \u00dcbersetzer mit jahrelanger Erfahrung die oft verworrenen S\u00e4tze deutscher Betriebsanleitungen beim besten Willen so nicht ins Englische \u00fcbertragen kann. Zun\u00e4chst muss  der deutsche Text quasi in ein Deutsch \u00fcbertragen werden, das auch  nicht-Ingenieure problemlos verstehen und das eindeutige, klare Aussagen  macht. Dabei f\u00e4llt dann immer wieder auf, dass die S\u00e4tze eigentlich die  H\u00e4lfte der Information gar nicht beinhalten und oft eine R\u00fccksprache  mit dem Verfasser unumg\u00e4nglich ist. Denn einfach das zu \u00fcbersetzen, was da steht, ergibt allzu oft im Englischen wenig bis gar keinen Sinn oder verwirrt nur. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/new-ideas.de\/\">David Burkhart<\/a>, der Referent,&nbsp; verstand es, die einzelnen Punkte auf humorvolle Art zu beleuchten und hatte jede Menge Beispiele zum \u00dcben parat. \u00dcberhaupt war die aktive Mitarbeit der Teilnehmer gefragt, und es ergaben sich dank einer wirklich offenen Gruppe teilweise lautstarke und angeregte, aber sehr fruchtbare Diskussionen. Die L\u00f6sungsans\u00e4tze und -vorschl\u00e4ge empfand ich als sehr hilfreich, obwohl ich (zu meiner eigenen Genugtuung und mit ein bisschen Stolz) feststellen durfte, dass ich die meisten stilistischen Fallen bereits erfolgreich umgehe &#8211; auch wenn ich nicht immer den Grund daf\u00fcr wusste!<\/p>\n<p>\nDas Buch zum Seminar gibt es \u00fcbrigens vom BD\u00dc auch <a href=\"http:\/\/www.bdue.de\/index.php?page=090000&amp;id=47\">k\u00e4uflich zu erwerben<\/a> und es enth\u00e4lt u.a. auch L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge und oft Erkl\u00e4rungen zu den L\u00f6sungen, was \u00e4u\u00dferst hilfreich ist, v.a. wenn eine L\u00f6sung nicht unbedingt gleich nachvollziehbar oder plausibel erscheint.&nbsp; <br \/>\nUnd wer interessiert ist, das Seminar gibt es (verk\u00fcrzt) noch einmal, und zwar unter dem Titel \u00abTechnical Writing\u00bb in Stuttgart am 03.07.2010. Es sind noch <a href=\"http:\/\/www.bdue.de\/index.php?page=080000&amp;id=1109\">Pl\u00e4tze frei<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag Nachmittag und den ganzen Samstag war ich &#8211; mal wieder &#8211; auf einer Fortbildung, und zwar bei einem Seminar des BD\u00dc. Diesmal ging es um technisches Englisch und die stilistischen Probleme, die sich aus den g\u00e4nzlich verschiedenen Denkweisen deutscher und (weil der Referent Amerikaner ist in diesem Fall) amerikanischer Ingenieure ergeben. 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